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Fest der Heiligen Familie  III

Das Predigten und Fürbittenbuch - www.kirchenweb.at

1. Lesung:1Sam 1, 20-22. 24-28
2. Lesung:1Joh 3, 1-2. 21-24
Evangelium: Lk 2, 41-52

 

Zum Fest der Heiligen Familie soll heuer ein eher moderner Text das Glück einer heiligen Familie würdigen. "Modern" heißt ja nicht "schlecht", und auch ein Priester, der sich für die Ehelosigkeit entschieden hat, glaubt an das hohe Ideal einer Familie. Jeder Mensch, auch wenn er selber nicht verheiratet ist und auch keine Kinder hat,

ist Teil einer Familie, er hat Vater und Mutter, ist aus einer Familie hervorgegangen, durch sein Leben in eine Familie hineingestellt. - Jeder hat durch die Verwandtschaft auch Familie.

Allen, die versuchen, Familie bewusst zu leben, sei zum Fest der Heiligen Familie zur Ermutigung und Freude das folgende Glaubensbekenntnis vorgetragen:

(1. Sprecher:)

Ich glaube an die Familie und daran, dass sie eine der tollsten Ideen Gottes ist.
Ich glaube, dass sie mehr ist als ein Zweckverband, eine Ess- und Schlafstelle, oder der Platz, wo der Videorecorder steht.

(2. Sprecher:)

Ich glaube, dass wir alle erst mühsam lernen müssen, dieses Wort zu buchstabieren:
Das "F" könnte für Fürsorge stehen,
und das "A" für Angenommensein,
das "M" könnte Menschwerdung heißen,
und das "I" steht für immer,
das "L" heißt Lebensversicherung,
die man füreinander eingeht und die unbezahlbar ist.
Das "E" schließlich steht für Erneuerung,
denn allzu leicht schlägt der Alltag seine Zelte auf
in den Wüsten der Gewohnheit.

(3. Sprecher:)

Ich glaube, dass die Familie eine Schule der Zärtlichkeit ist,
eine Schule des Teilens und des Mitteilens,
eine Schule ohne Noten und Strafe,
und eine Schule, in der jeder von jedem lernen kann.

(1. Sprecher:)

Ich glaube an die Familie,
die es ernst meint mit der Weitergabe all jener Dinge,
die heilig sind - die also heilen können -,
wie die Geborgenheit und das Vertrauen,
und die festigen können
mit dem gemeinsamen Feiern von Festen.

(2. Sprecher:)

Ich glaube an die Familie,
die der erste Platz ist,
wo man Gott auf die Spur kommt,
die ein Platz ist,
wo man den Hauskrach vergisst,
weil die Frohbotschaft Hand und Fuß bekommt,
und die ein Ort ist,
der es begreiflich macht,
warum wir immer von Gott
als Vater reden.

(3. Sprecher:)

Ich glaube an die Familie,
solange das Auskommen miteinander größer geschrieben wird
als das Einkommen, und solange die Liebe großgeschrieben wird,
denn dann wird der Reichtum Gottes Wirklichkeit -
jetzt und unvollkommen in der eigenen Familie,
dann und vollkommen in der Großfamilie Gottes ...

Amen.

 

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